Die zweite Projekte 2026 ist gestartet und beginnt mit dem Projekt 2026-2-1-UE in Lukula (Demokratische Republik Kongo) – Die katholische Pfarrei Sankt Augustinus von Lukula, gegründet im Jahr 2019, treibt ein innovatives Entwicklungsprojekt voran, das pastorale Arbeit mit konkreter wirtschaftlicher Hilfe verbindet. Unter der Leitung von Pfarrer Thomas Vayi Tsasa verfolgt die Gemeinde das Ziel, die Lebensbedingungen der Bevölkerung in einer von Armut geprägten Region nachhaltig zu verbessern.
In den vergangenen Jahren konnten dank externer Unterstützung – insbesondere durch die CV-Afrika-Hilfe e.V. – wichtige Fortschritte erzielt werden. Der Aufbau von Schweine- und Geflügelzucht, Fischteichen sowie eines Gemeinschaftsgartens stärkt die Eigenversorgung und schafft neue Einkommensmöglichkeiten für die lokale Bevölkerung.
Gleichzeitig wurden positive Effekte für Kinder verstärkt, da mehr Familien in der Lage sind, Schulbildung zu finanzieren und Schulabbrüche zu vermeiden.
Aktuell steht das Projekt jedoch vor einer zentralen Herausforderung: steigende Kosten und mangelnde Verfügbarkeit von Tierfutter gefährden die Nachhaltigkeit der aufgebauten Strukturen. Die Produktion ist bereits rückläufig, was direkte Auswirkungen auf Ernährungssicherheit und Einkommen hat. Und damit auf die Schulbildung der Kinder, da es für die Eltern immer schwieriger wird die Schulgebühren zu bezahlen und das notwendige Schulmaterial anzuschaffen.
Um diesem Problem zu begegnen, plant die Pfarrei die Anschaffung einer eigenen Anlage zur Verarbeitung von Palmkernen und zur Herstellung von Tierfutter vor Ort. Dieses Vorhaben soll nicht nur die Versorgung der eigenen Zuchtbetriebe sichern, sondern auch lokalen Kleinbauern zugutekommen und neue wirtschaftliche Impulse für die gesamte Region setzen.
Das Projekt ist auf eine Laufzeit von vier Monaten ausgelegt und umfasst Investitionen in Maschinen, Infrastruktur sowie Schulungsmaßnahmen. Mit einem Gesamtvolumen von rund 5.957 Euro stellt es eine vergleichsweise kleine, aber strategisch entscheidende Maßnahme dar, um langfristige Entwicklung zu sichern. Die Pfarrei setzt dabei bewusst auf einen ganzheitlichen Ansatz: Neben der Verkündigung des Evangeliums steht die Förderung von Eigenverantwortung, lokaler Wirtschaftskraft und sozialer Stabilität im Mittelpunkt.
Mit diesem Projekt will die Gemeinde ein nachhaltiges Modell schaffen, das weit über die Pfarrei hinaus Wirkung entfaltet – als konkreter Beitrag zur Selbsthilfe, Armutsbekämpfung und Bildungsförderung in einer strukturschwachen Region Afrikas.
Wir danken allen CbrCbr, die es uns ermöglichen, hier konkret und nachhaltig zu helfen.
Schlagworte dieses Artikels: Blogbeitrag